Zivile Konfliktbearbeitung im Inland
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Zivile Konfliktbearbeitung im Inland ist die Anwendung von Methoden der gewaltfreien konstruktiven Konfliktbearbeitung durch zivilgesellschaftliche oder allparteiliche staatliche Akteure.
Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Bearbeitung sozialer Konflikte, mit dem Ziel unmittelbar Gewalt zu vermindern und langfristig den gewaltfreien Umgang mit Konflikte in Strukturen zu verankern.
Während in der Arbeit im Ausland der Begriff zivile Konfliktbearbeitung besonders in Abgrenzung zu militärischen Mitteln verwendet wird, betont er in der Inlandsarbeit den zivilen Aspekt, der an Zivilgesellschaft gebunden ist. Gemeinsam ist der Arbeit im In- und Ausland, dass spezifische Methoden und Haltungen prägend sind, deren Handlungsfelder sind
1.1. Krisen- und Gewaltprävention;
1.2. Deeskalationsbemühungen und Streitbeilegung;
1.3. Aufbau- und Versöhnungsarbeit;
1.4. die Stärkung der Konfliktfähigkeit benachteiligter Gruppen;
1.5. die Verbreitung von demokratischen Streit-Kulturen und die Entwicklung einer interkulturellen Handlungskompetenz bei Konflikten zwischen Gruppen
Im Inland werden in vielen Arbeitsfeldern erfolgreich Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung angewandt und es haben sich neue Berufsbilder entwickelt. Dazu gehören: Mediation, Täter-Opfer-Ausgleich, Gemeinwesenarbeit, Antirassismusarbeit, transkulturelle/interkulturelle Arbeit, Beratungs- und Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus, Friedenspädagogik, Gewaltprävention, die Aufzählung ist nicht abgeschlossen, insbesondere, da sich die Arbeitsfelder auch entwickeln und verändern und neue entstehen.
In der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung arbeitet eine Arbeitsgruppe Zivile Konfliktbearbeitung im Inland, die die Vernetzung und den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren fördern will und gemeinsam dafür arbeitet, dass eine konstruktive Konfliktkultur in der Breite der Gesellschaft verankert ist.
Kriterien dafür sind:
1. dass Menschen kompetent in Methoden der konstruktiven Konfliktaustragung sind und diese Kompetenz durch vielfältige Bildungsangebote erwerben können.
2. die gesellschaftlichen Strukturen eine langfristige Arbeit an Konflikten ermöglichen und fördern, ohne in kurzfristiger Aktionismus zu verfallen
3. Medien Multiplikator einer konstruktiven Konfliktkultur sind
4. Gesetze und staatliche Strukturen der konstruktiven Austragung Vorrang vor urteilenden und strafenden Verfahren einräumen.
