International Peace Observers Network (IPON)

AnsprechpartnerIn in der Organisation: 
Johannes Richter

IPON entsendet internationale Beobachter (observer) als Augenzeugen in Konfliktgebiete (derzeit zwei Projektregionen in den Philippinen: Calabarzon-Region (Luzon), Mindanao und Negros). Die ehrenamtlichen Teams der IPON-Freiwilligen beschützen durch ihren persönlichen Einsatz Gruppen und Einzelpersonen von Menschenrechtsverteidigern und Menschenrechtsverteidigerinnen, die von politisch motivierter Gewalt, Entführung, Kriminalisierung, politisch motivierte Stigmatisierung und Ermordung bedroht sind, in dem sie diese begleiten. Das Gefühl der subjektiven Angst vor Verfolgung und Bedrohungen gehört dazu. Das Schutzbegleitung ermöglicht, eine Stärkung der lokales Bevölkerung und Zivilgesellschaft, trägt unmittelbar zur Gewaltprävention und leistet langfristig einen relevanten Beitrag zur zivilen Konfliktbearbeitung. Das Ziel von IPON ist der Schutz von Menschenrechtsverteidiger_innen in den Projektregionen und nur indirekt eine allgemeine Reduktion von Menschenrechtsverletzungen. IPON wird gemacht von einer ehrenamtlichen Basisgruppe von jungen Menschen aus dem gesamten Bundesrepublik.

Das angewandte Prinzip der Menschenrechtsbeobachtung basiert auf einem legalistischen Ansatz und des staatlichen Gewaltmonopols. Fast alle Staaten haben die Menschenrechte unterzeichnet und sind somit verpflichtet, diese zu fördern, zu respektieren und zu verwirklichen („Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“). Wenn der Staat diesen Verpflichtungen nicht nachkommt, können unabhängige Beobachter_innen die Menschenrechtsverletzungen bezeugen und an die Öffentlichkeit bringen. Sie sollen so in der Weltöffentlichkeit und auch von den zuständigen staatlichen Institutionen in der Konfliktregion als Verletzungen eines internationalen Vertrages wahrgenommen werden.

In der Bundesrepublik leistet IPON Bildungsarbeit für junge Menschen zum Aktivwerden (aktuelles Projekt: anspruchsvolles Weiterbildungsprogramm "GerechtigkeitsVisionaerin") und strategische Öffentlichkeitsarbeit. Die strategische Öffentlichkeitsarbeit spricht Personen des öffentlichen Lebens, der Verwaltung und der Medien an, um die Problematik der durch IPON begleiteten Menschenrechtsverteidiger_innen ins allgemeine Bewusstsein zu bringen als auch politischen und öffentlichen Druck auf staatliche Akteure für die bedrohten Menschenrechtsverteidiger_innen in den Konfliktregionen auszuüben. Eine englischsprachige Zeitschrift Observer: A Journal on Threatened Human Rights Defenders in the Philippines bespricht die Konfliktsituationen der Menschenrechtsverteidiger_innen.

Adressdaten
Straße und Hausnummer: 
Florian-Geyer-Str. 78
Land: 
Deutschland
12489 Berlin
Telefon: 
040-25491947
Weitere Adressdaten
Telefon: 
040-25491947
Straße und Hausnummer: 
Nernstweg 32
PLZ und Ort: 
22765 Hamburg
Projekte
Sekundäres Arbeitsprojekt: 
GerechtigkeitsVisionärInnen: Der Kurs GerechtigkeitsVisionärInnen ist ein anspruchsvolles Weiterbildungsprogramm für junge Menschen (Schwerpunkt: Ostdeutschland), die sich für VerteidigerInnen der Menschenrechte hier oder im Ausland engagieren möchten: • 4 Seminare zu Menschenrechten, Konzept der Menschenrechtsbeobachtung, Schutz von Menschenrechtsverteidigern • 8 Monate Qualifizierung für erfolgreiches Eintreten zum Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen • Nach Abschluss Tätigkeit als MenschenrechtsbeobachterIn in Philippinen möglich • basisorganisierte Menschenrechtsgruppe kennenlernen • Einstieg möglich zum Seminar im April und November
Primäres Arbeitsprojekt: 
IPON schützt Menschenrechtsverteidiger in den Philippinen durch Menschenrechtsbeobachtung: Ein Friedens- und Freiwilligendienst für die Menschenrechte.
Publikationen
Publikationen zu ZKB-Themen: 
Zeitschrift: OBSERVER: A Journal on Threatened Human Rights Defenders in the Philippines - ISSN: 2192-3353
Broschüre: Verteidiger_innen verteidigen - Menschenrechte einfordern!
Mitgliedschaften / Vernetzung
Vernetzung/Kooperationspartner: 
Aktionsbündnis Menschenrechte Philippinen, Amnesty International, Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, Katholischer Fonds, Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordelbischen Kirche (KED), Peace Brigades International (pbi), philippinenbüro, Stiftung Nord-Süd-Brücken, zivik (zivile Konfliktbearbeitung)
Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), philippinenbüro, Aktionsbündnis Menschenrechte - Philippinen
Tätigkeitsbereich
Arbeitsfelder: 
Bildung und Qualifizierung
Menschenrechtsarbeit
Ziviler Friedensdienst
Regionen: 
Asien
Europa
Arbeitsformate: 
Öffentlichkeitsarbeit
Politik und Interessenvertretung
Qualifizierung/Training
Länder: 
Deutschland, Philippinen, EU
AnhangGröße
PDF icon IPON-Flyer.pdf301.24 KB