Völkermord – und was dann? Die Politik deutsch-namibischer Vergangenheitsbearbeitung

Podiumsdiskussion von AfricAvenir und Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin
Veranstaltungstyp: 
Vorträge und Abendveranstaltungen

AfricAvenir und Rosa Luxemburg Stiftung laden ein zur Präsentation des Buches: Völkermord – und was dann? Die Politik deutsch-namibischer Vergangenheitsbearbeitung (Frankfurt/Main: Brandes & Apsel, März 2017). Ende April 2015 nannte der Deutsche Bundestag den Völkermord an den Armeniern beim Namen. Dies lenkte die Aufmerksamkeit verstärkt auf den Kolonialkrieg von 1904 bis 1908 in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen  Namibia. Schließlich räumte ab der zweiten Jahreshälfte 2015 die deutsche Politik ein, dass auch dieser ein Völkermord war. Seit Ende 2015 finden prekäre Verhandlungen zwischen Sonderbeauftragten der deutschen und namibischen Regierung um einen angemessenen Umgang mit der gemeinsamen Geschichte statt, während die Nachfahren der Opfergruppen weitgehend ausgeschlossen bleiben.

Reinhart Kößler und Henning Melber rekapitulieren in ihrem Buch die Ereignisse und das mühevollen Streben insbesondere auch von 
zivilgesellschaftlicher Seite nach einer adäquaten Vergangenheitsaufarbeitung. Sie zeichnen den bisherigen Verhandlungsprozess 
nach, treten aktuellen revisionistischen Versuchen entgegen und skizzieren Zukunftsperspektiven. Ein Buch, das exemplarisch den konsequenten Umgang mit Gewalt in der Geschichte für die Zukunft fordert und die bisherigen Versäumnisse dokumentiert.

Veranstalter: 
AfricAvenir und Rosa Luxemburg Stiftung
Referenten: 
Veranstaltungsort
Name: 
Afrika Haus Berlin
Straße: 
Bochumer Str. 25
Ort: 
10555 Berlin (Moabit)
Anmeldefrist: 
Förderhinweise
Termin
von: 
Dienstag, 4. April 2017 - 18:00
bis: 
Dienstag, 4. April 2017 - 21:00
Kosten: 
Anmeldekontakt: