Der Israelisch-Palästinensische Konflikt im Blick des Fotojournalismus

Seminar Fotografie im Konflikt in Berlin (AUSGEBUCHT)
Veranstaltungstyp: 
Fortbildungen und Trainings

Der israelisch-palästinensische Konflikt ist einer der am längsten schwelenden internationalen Konflikte. Als solcher ist er immer wieder in den Schlagzeilen der Massenmedien, unter anderem mit Pressefotografien aus der Region. Diese Fotografien sind wichtig damit sich die Medienkonsument_innen, die die Region nur selten aus eigener Anschauung kennen, ein Bild des Konflikts machen können. Der israelisch-palästinensische Konflikt macht dabei vor allem durch eine oft stereotypisierte Bildberichterstattung von sich reden. Oft sind Medienkonsument_innen unsicher, wie sie die Bilder aus der Region einordnen sollen. Meist ist nicht bekannt wer und unter welchen Bedingungen diese Bilder produziert und wie diese publiziert werden. Dieses Wissen ist jedoch wichtig, um die Bilder einordnen und kontextualisieren zu können.

Das Seminar „Fotografie im Konflikt“ nähert sich diesem Thema systematisch an und schlüsselt die Produktions- und Publikationsbedingungen des Fotojournalismus in der Region auf. Am Freitag steht nach einem Kennenlernen die Entwicklung einer gemeinsamen Definition für Fotojournalismus auf dem Programm. Am Samstagmorgen geht es um die Entwicklung einer kritischen  Perspektive auf die Fotografie als kulturelles und politisches Produkt, gefolgt von einer zeit- und bildhistorischen Annäherung an den israelisch-palästinensischen Konflikt. Im Nachmittag werden ausgehend von der Dokumentation „Schusswechsel“ (WDR 2005) die Produktionsbedingungen des Fotojournalismus in der Region unter die Lupe genommen und ein Fragenkatalog entwickelt. Diese werden im Anschluss im Gespräch mit dem in  der Region tätigen Fotografen Kai Wiedenhöfer diskutiert.

Das Seminar richtet sich an Menschen, die sich für die Fotografie als journalistisches Medium interessieren und die den Nahostkonflikt und seine mediale Darstellung analysieren und verstehen möchten. Die Teilnehmer_innen lernen dabei die relevanten Akteure des Bildermarktes und die Vielfalt fotojournalistischer Ansätze kennen. Sie verfügen am Ende über die Fähigkeit zur kritischen Lektüre von Bildern. Ziel ist die Vermittlung eines kritischen und reflektierten Umgangs mit Bildmaterial aus Krisenregionen. Das Seminar ist partizipativ angelegt und folgt einem Methodenmix der die Einbeziehung der Teilnehmer_innen in alle Prozesse zum Ziel hat.

Referenten: 
Seminarleitung: Felix Koltermann, Referent: Kai Wiedenhöfer
Veranstaltungsort
Name: 
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung Großer Veranstaltungsraum EG
Straße: 
Sebastianstr. 21
Ort: 
10179 Berlin
Termin
von: 
Freitag, 6. März 2015 - 18:00
bis: 
Sonntag, 8. März 2015 - 10:00