Islam - Gibt es eine islamische Ethik der Gewaltlosigkeit?

Veranstaltung der Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main in Mainz
Veranstaltungstyp: 
Vorträge und Abendveranstaltungen

Der Islam ist Frieden. So behaupten es Muslime immer wieder. Doch islamistische Terrorgruppen wie Al-Qaida und IS und Terroranschläge zeichnen ein anderes Bild.  Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen wird oft übersehen, dass die Opfer dieser Gruppierungen auch Muslime sind. Der islamisch begründete Terrorismus ist somit gleichermaßen eine Herausforderung für Muslime wie Nichtmuslime. Immer mehr muslimische Politiker, Religionsvertreter, Gelehrte und Denker verurteilen den im Namen ihrer Religion verübten Terror. Doch reichen Aussagen wie „das habe nichts mit dem Islam zu tun“ oder „die Terroristen seien keine Muslime“ aus?

Die beiden muslimischen Gelehrten Jawdat Sa’id aus Syrien (geboren 1931) und Maulana Wahiduddin Khan aus Indien (geboren 1925) engagieren sich in ihren Schriften und mit ihren Aktivitäten für eine islamische Ethik der Gewaltlosigkeit. Sie erläutern, wie der Koran gewaltverherrlichend interpretiert werden kann, was sie als Pervertierung seiner Botschaft ansehen und legen ein Aktionsprogramm für eine praktische Einübung in die Gewaltlosigkeit vor.

Um diese islamischen Denker und ihre Ideen vorzustellen und die mit der Problematik zusammenhängenden Fragen zu diskutieren, wird der Islam- und Politikwissenschaftler Muhammad Sameer Murtaza M. A. in der Veranstaltung hierzu berichten. Seit 2010 arbeitet er für die Stiftung Weltethos (www.weltethos.org), wo er zu den Themen Gegenwartsströmungen des Islam, jüdisch-muslimischer Dialog und Ethik der Gewaltlosigkeit aus den Quellen des Islam forscht und referiert.

 

Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main

Die Initiatoren dieser Projektgruppe sind die beiden pax christi-Diözesanverbände Limburg und Mainz, das Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, das Referat Weltmission / Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz, das DFG-VK Bildungswerk Hessen e. V sowie die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Ziel dieser Kooperation ist es, Projekte und Methoden der zivilen, gewaltfreien Konfliktbearbeitung und des zivilen Friedensdienstes bekannter zu machen, zu ihrer gesellschaftlichen Verankerung und Weiterentwicklung beizutragen und hierfür in der Großregion Rhein-Main ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Gruppen und Organisationen aufzubauen.

 

In einer neuen Veranstaltungsreihe der Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung  im Jahr 2015 soll am Beispiel einzelner Weltreligionen untersucht werden, welche Friedenspotenziale den Religionen innewohnen. Leitfrage hierbei ist, wie Religionen zu friedlicher Konfliktlösung beitragen können.

Veranstalter: 
Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main
Referenten: 
Veranstaltungsort
Name: 
Landeszentrale für politische Bildung
Straße: 
Am Kronberger Hof 6
Ort: 
Mainz
Anmeldefrist: 
9. März 2015
Förderhinweise
Termin
von: 
Freitag, 13. März 2015 - 16:00
bis: 
Freitag, 13. März 2015 - 19:00
Kosten: 
Anmeldekontakt: 
E-Mail: friedensarbeiter(at)pax-christi.de oder Tel.: 06172928679, Fax: 06172673340.