Handel mit Konfliktrohstoffen: Geht die EU weit genug?

Seminar des Deutschen Instituts für Menschenrechte und der Humboldt-Viadrina School of Governance in Berlin
Veranstaltungstyp: 
Fachtagungen und Konferenzen

Die EU-Kommission hat am 5. März unter Federführung der Generaldirektion Handel einen Regulierungsvorschlag zum Handel mit Konfliktrohstoffen vorgelegt. Die Regulierung soll Sorgfaltspflichten für europäische Akteure in der Rohstofflieferkette konkretisieren. Der Vorschlag orientiert sich am US-amerikanischen Dodd-Frank-Act, mit dem die Vereinigten Staaten seit 2010 Unternehmen unter anderem zur Offenlegung der Herkunft von Rohstoffen, insbesondere von Zinn, Tantal, Wolfram und Gold, verpflichten.

 

Besonders beim Rohstoffabbau in Konfliktgebieten muss die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht (Human Rights Due Diligence) in internationalen Lieferketten gewahrt werden; das ist auch für eine Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte von großer Bedeutung. Die UN-Leitprinzipien wurden 2011 vom Menschenrechtsrat einstimmig angenommen und sollen laut Koalitionsvertrag von der Bundesregierung auf nationaler Ebene umgesetzt werden.

 

Das Deutsche Institut für Menschenrechte und die HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance laden aus diesem Anlass dazu ein, den Entwurf gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus einer menschenrechtlichen Perspektive zu betrachten.

"Wir sind entschlossen, zu verhindern, dass der internationale Handel mit Mineralien Konflikte anheizt." (Catherine Ashton/Karel de Gucht)

 

Programm und Online-Anmeldung

Veranstalter: 
Deutsches Institut für Menschenrechte und der Humboldt-Viadrina School of Governance
Veranstaltungsort
Name: 
Humboldt Viadrina School of Governance
Ort: 
Berlin
Anmeldefrist: 
8. Mai 2014
Termin
von: 
Donnerstag, 15. Mai 2014 - 18:00
bis: 
Donnerstag, 15. Mai 2014 - 20:15
Anmeldekontakt: 
E-mail: utlu(at)institut-fuer-menschenrechte.de