Wohin führt die Krise in der Ukraine?

Tagung an der Evangelischen Akademie im Rheinland
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Veranstaltungen

Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine haben zu einem Bürgerkrieg in der Ostukraine geführt. Pro-russische Separatisten, unterstützt durch russische Soldaten, liefern sich mit staatstreuen ukrainischen Kräfte immer heftigere Gefechte mit zahlreichen Toten und Verletzten. Durch den Abschuss einer Passagiermaschine aus Malaysia hat die Krise zusätzlich internationale Brisanz erhalten.

 

Die widerrechtliche Annektierung der Halbinsel Krim durch Russland hatte jedoch schon zuvor die Beziehungen zwischen dem Westen und Moskau so weit verschlechtert wie lange nicht mehr. Analysten sprechen von einem neuen Kalten Krieg, während die Truppen entlang der Grenzen der Kontrahenten aufgestockt werden. Es ist ungewiss, ob die Situation noch weiter eskalieren wird. Moskau betrachtet die Erweiterung der Europäischen Union (EU) schon seit längerem mit Misstrauen und demonstriert mit seiner Unterstützung der pro-russischen Milizen seine Unnachgiebigkeit gegenüber dem Westen. Die EU muss sich allerdings auch kritisch fragen lassen, inwieweit sie mit ihrer Erweiterungspolitik zur Krise beigetragen hat. Dasselbe gilt für die US-amerikanische Außenpolitik, die in der pro-westlichen ukrainischen Regierung einen Verbündeten im Zentrum der ehemaligen Sowjetunion gefunden hat.

 

Für Russland selbst bewirken die Auswirkungen der Krise vor allem eine weitgehende politische Isolierung und den Verlust wirtschaftlichen Handlungsspielraums. Die EU bangt derweil um ihre Energiesicherheit – wird doch ein Großteil ihrer Gasversorgung durch Russland gedeckt. Welche Auswirkungen die Krise langfristig haben kann und was das für die europäische und deutsche Außenund Sicherheitspolitik bedeutet, soll gemeinsam diskutiert werden.

 

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Freitag, 24. Oktober 2014 - 17:00
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Samstag, 25. Oktober 2014 - 17:00
Kosten: 
70 €
Anmeldekontakt: 
Thorgit Stephan Erreichbarkeit: Mo. – Fr. 9.00 – 13.00 Uhr Tel.: +49/(0)228/9523-205