Projektmanager (m/w) für Konflikttransformation, Berbérati, Zentralafrikanische Republik

Stellenausschreibung der AGEH. Bewerbungsfrist: 12. November 2018

Die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt zur Unterstützungbeim Aufbau von Justitia-et-Pax-Kommissionen auf Pfarrgemeindeebene und zur Begleitung ihrer Friedensarbeit eine/n Projektmanager/in für Konflikttransformation in Berérati (Zentralafrikanische Republik).

Aufgaben:

  • Sie organisieren Maßnahmen zur Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter zu konfliktsensiblem Projektmanagement und zu Planung, Monitoring und  Evaluierung.
  • Sie bauen gemeinsam mit der diözesanen Justitia-et-Pax-Kommission Friedensstrukturen auf Pfarrgemeindeebene auf.
  • Sie beraten die diözesane  Justitia-et-Pax-Kommission beim Aufbau tragfähiger Dialogforen und in der Netzwerkarbeit.
  • Sie beraten bei der Entwicklung von Strategien für die Generierung von eigenem Einkommen.
  • Sie stellen die ordnungsgemäße Verausgabung und Verwaltung der Finanzmittel vor Ort entsprechend der Geberrichtlinien und der Vorgaben der AGEH sicher. Dabei arbeiten sie partnerschaftlich mit der Partnerorganisation zusammen.

Vorraussetzungen:

  • Sie haben ein EZ-relevantes Hochschulstudium (Politikwissenschaften, Sozialwissenschaften, Sozialpädagogik, Sozialarbeit) abgeschlossen und verfügen über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung, die Sie idealerweise im außereuropäischen Ausland erworben haben.
  • Darüber hinaus haben Sie weiterführende Kompetenzen aus den Bereichen Menschenrechtsarbeit, Flüchtlingsarbeit, Zivile Konfliktbearbeitung, Mediation und psychosoziale Arbeit.
  • Sie haben fundierte Kenntnisse in der Organisationsentwicklung, dem Qualitätsmanagement sowie im Projektmanagement und M&E.
  • Sie konnten bereits erfolgreich Fortbildungsmaßnahmen und Beratungsaufgaben  übernehmen.
  • Sie verfügen über diplomatisches Geschick, interkulturelle Kommunikationsfähigkeiten für einen partnerschaftlichen Umgang und können im kirchlichen Umfeld angemessen agieren.
  • Sie sind zu Reisetätigkeit unter einfachen Bedingungen bereit.
  • Sie sprechen sehr gut Französisch sowie Englisch und Deutsch, sind idealerweise EU-Bürger/in oder Schweizer/in und gehören einer christlichen Kirche an.

Die Region Berbérati gilt seit Ende 2014 als sichere Zone innerhalb der Zentralafrikanischen Republik. Konfliktpotential birgt allerdings die Rückkehr von meist muslimischen Flüchtlingen aus  Kamerun, die während der Unruhen zwischen 2010 und 2014 dort Zuflucht gesucht hatten. Konflikte entstehen durch den allgemeinen Hass auf Angehörige der muslimischen Religion und durch die Besitzansprüche, den die Rückkehrer auf ihre ehemaligen Geschäfte, Farmen oder andere Besitztümer erheben. Zielsetzung ist es, die bestehenden Dialogansätze zu vertiefen und die Zusammenarbeit zwischen den grenzübergreifenden Diözesen Bertoua (Kamerun) und Berbérati, bei der Lösung dieser Konflikte zu stärken.

Die Commission Diocésaine Justice et Paix (CDJP) Berbérati benötigt Unterstützung bei der Stärkung der Zusammenarbeit mit der nationalen Commission Justice et Paix (CEJP) und der regionalen Vertretung des zentralafrikanischen interreligiösen Verständigungsforums. Behutsamkeit und Umsicht sind notwendig, um die Verantwortlichen beim Aufbau tragfähiger Beziehungen und Strukturen zu begleiten.

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