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Der Kampf um Menschenrechte... – seine Ambivalenzen, Grenzen und Perspektiven

TitelDer Kampf um Menschenrechte... – seine Ambivalenzen, Grenzen und Perspektiven
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelDokumentation der Jahrestagung anlässlich 30 Jahre Komitee für Grundrechte und Demokratie
Publikationsjahr2011
AutorInnenN.N.
Anzahl Seiten51 S.
HerausgeberKomitee für Grundrechte
Kurztext

"Vom 24. bis 26. September 2010 hatte das Komitee für Grundrechte und Demokratie anlässlich seines 30-jährigen Bestehens zu einer Tagung nach Berlin eingeladen Der Tagungstitel lautete: Der Kampf um Menschenrechte im Zeitalter kapitalistisch entfesselter Globalisierung – seine Ambivalenzen, Grenzen und Perspektiven. In ihm kommt schon das komiteeeigene Verständnis von Menschenrechten zum Vorschein: erstens, Menschenrechte sind nie zeitlose, bereits verwirklichte Normen und Werte, sondern Begriff wie Praxis der Menschenrechte bleiben stets umkämpft, weil Menschen unter ihren jeweiligen sozialen, politischen und ökonomischen Lebensbedingungen Menschenrechte selbst zu bestimmen und zu verwirklichen trachten. Sie deuten diese immer wieder neu auf die sozialen Erfordernisse des eigenen (und fremden) Lebens aus."

 

"Zu den hier dokumentierten Beiträgen, die über die auf der Tagung gehaltenen Vorträge hinausgehen: Wolf-Dieter Narr legt in neun zusammenfasssenden Thesen den vorstaatlichen Charakter der Menschenrechte als Ausfluss menschlicher Bedürfnisse in ihrem historischen Kontext dar. Die Perspektive dieses vorstaatlichen, externen Menschenrechtsbegriffs ermögliche erst die Kritik an dem staatlich verrechtlichten Menschenrechtsbegriff. Albert Scherr zeigt hingegen in seinem Beitrag auf, eine menschenrechtlich argumentierende und notfalls selbst mit zivil ungehorsamer Praxis unterstrichene Kritik an den bestehenden menschenrechtswidrigen gesellschaftlichen Zuständen bezieht sich direkt oder indirekt selbst wieder auf vorab als geteilt vorausgesetzte normative Prinzipien. Es sei denn, die herrschenden Normen werden selbst schon unter den Verdacht gestellt, geschichtlich nichts anderes als herrschende Machtpraxis widerzuspiegeln und diese menschenrechtlich zu überhöhen Sein Artikel verdeutlicht, wie sehr in den Auseinandersetzungen um Begriff und Praxis der Menschenrechte immer auch schon die Staatenordnung und der Nationalstaat selbst einerseits vorausgesetzt werden, aber auch in Frage gestellt werden müssten." (Aus dem Editorial der Dokumentation)

Mit weiteren Beiträgen von Thomas Gebauer über medico international und Claudia Lohrenscheit vom Deutschen Institut für Menschenrechte.

URLhttp://www.grundrechtekomitee.de/sites/default/files/Tagung%20Menschenrechte-2010._0.pdf
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