Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung ist das offene Netzwerk in Deutschland zur Förderung der zivilen Konfliktbearbeitung. Es wurde 1998 in Bad Honnef gegründet.
In der Präambel der Plattform-Charta heißt es: "An der Schwelle zum 21. Jahrhundert steht die Welt vor einem unerträglichen Ausmaß an Gewalt, insbesondere bei innerstaatlichen Konflikten. Die Reduzierung und Überwindung dieser Gewalt erfordern vorrangig und zunehmend eine Entfaltung vielfältiger Ansätze ziviler Konfliktbearbeitung. Dazu ist es notwendig, dass sich Nichtregierungsorganisationen vermehrt engagieren und die Fähigkeit in der Gesellschaft zur konstruktiven Konfliktbearbeitung insgesamt gestärkt wird."
Die Plattform bietet Einzelnen und Nichtregierungsorganisationen den Raum für solch ein gemeinsames Engagement. Sie ist ihrerseits Teil einer internationalen Gemeinschaft zivilgesellschaftlicher Akteure.
Sich gemeinsam engagieren
Teilhabende
Heute beteiligen sich an Aufgaben der zivilen Konfliktbearbeitung in der Plattform rund 130 Einzelpersonen und 70 Organisationen, Einrichtungen und Gruppen - Mitglieder der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung. Sie arbeiten in den Feldern:
Ob Organisation oder Einzelperson, wer die Charta der Plattform unterzeichnet und damit den Zielen des Netzwerks zustimmt, kann Mitglied der Plattform werden. Die Plattform bietet Raum und Inspiration für Initiativen und gemeinsames Engagement. Auf dem jährlichen Plenum werden die aktuellen Herausforderungen der zivilen Konfliktbearbeitung mit wissenschaftlicher und praktischer Kompetenz analysiert, nachhaltig wirkende Alternativen diskutiert und Handlungskonzepte entwickelt. Dort ist auch der Ort, um gemeinsame Vorhaben zu beraten, ad hoc-, Projekt- und Arbeitsgruppen im Netzwerk zu gründen.
Community und Advocacy stärken
Zivile Konfliktbearbeitung ist ein umfangreiches Querschnittsthema. Die Schwerpunkte der Plattform lagen zunächst darauf, den Informationsaustausch zu verbessern, Foren für Zusammenarbeit mit zu entwickeln und die Zivile Konfliktbearbeitung konzeptionell in die politischen Debatte einzuführen. Sie hat den Prozess der Institutionalisierung und Professionalisierung der zivilen Konfliktbearbeitung entscheidend gefördert. Die Plattform zielt heute vorrangig darauf ab, die zivilgesellschaftliche Community nach innen zu verbinden und zu stärken, nach außen Advocacy-Funktionen im gesellschaftlichen und politischen Raum wahrzunehmen.
Die Plattform hat ihre Website www.konfliktbearbeitung.net zu einem Informationsmedium ausgebaut, das monatlich ca. 15.000 mal besucht wird.
Auf ihrer Website bietet sie neben aktuellen Informationen zur zivilen Konfliktbearbeitung eine Bibliothek an, die Aufsätze aus einschlägigen Zeitschriften, Sammelbänden und Materialien zusammenfasst. Die Diskurse in der zivilen Konfliktbearbeitung werden so schnell zugänglich.
Die Plattform dient als Clearingstelle für den Austausch von Erfahrungen und Wissen zur zivilen Konfliktbearbeitung. In Zusammenarbeit mit den Plattform-Mitgliedern bietet die Geschäftsstelle Unterstützung bei der Suche nach Experten und Expertinnen an.
1998 entstand die Broschüre "Zivile Konfliktbearbeitung. Ein Wegweiser deutscher NROs und Einrichtungen". Sie wurde 2001 ergänzt durch die Übersicht "Konfliktbearbeitung in Deutschland".
2003 hat die Plattform die Bestandsaufnahme "Frieden braucht Gesellschaft" veröffentlicht, die gesellschaftliche Ansätze in der zivilen Konfliktbearbeitung in Parallele zum Aktionsplan der Bundesregierung "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" darstellt.
Die Plattform vertritt die Belange der zivilen Konfliktbearbeitung im zivilgesellschaftlichen Beirat für den Aktionsplan der Bundesregierung "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung".
Finanzierung und Beiträge
Die Plattform finanziert sich aus den Beiträgen ihrer Mitglieder sowie Zuschüssen für Projekte. Spenden sind sehr willkommen und steuerabzugsfähig. Der jährliche Mindestbeitrag für Einzelpersonen beträgt 60 Euro, für Organisationen 80 Euro. Weitere Details sind im Beitrittsormular für zu finden. Ein Beitrittsformular zur Einzelmitgliedschaft ist hier zu finden, zur Organisationsmitgliedschaft hier.
Verantwortlichkeiten
Alle zwei Jahre wählt das Plenum den Sprecher/innenrat der Plattform. Für die rechtliche Geschäftsfähigkeit wählt das Plenum die Mitglieder des Vereins Zivile Konfliktbearbeitung e.V. Die Plattform hat seit 2009 ihre Geschäftsstelle in Köln.
Geschäftsstelle
Sprecherrat
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| Ulrich Frey | Sprecher der Plattform | Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) |
| Uwe Trittmann | Sprecher der Plattform | Evangelische Akademie Villigst |
| Tobias Debiel | Mitglied des Sprecherrats | Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) |
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| Wolfgang Heinrich | Mitglied des Sprecherrats | Evangelischer Entwicklungsdienst (EED) |
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| Felix Koltermann | Mitglied des Sprecherrats | CAREA e.V. |