Ressourcengerechtigkeit - Auf der Suche nach einer anderen Rohstoffpolitik

Neue Ausgabe der Zeitschrift Südlink widmet sich Ressourcengerechtigkeit

Sie verfügen über riesige Ressourcenvorkommen, doch die Mehrheit der Menschen lebt in bitterer Armut: Warum profitieren so wenige rohstoffexportierende Länder des globalen Südens von ihren natürlichen Reichtümern? Warum müssen sie im Gegenteil die Folgekosten des Abbaus und oft auch Menschrechtsverletzungen in Kauf nehmen?

Zweifelsohne gibt es dafür wichtige Gründe in den Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens selbst: Schwache staatliche Strukturen, Klientelismus, Korruption. Doch dass die Profite aus dem Rohstoffabbau so ungleich verteilt sind, liegt ebenso an den globalen politischen und ökonomischen Strukturen. Die meisten großen Firmen, die die Rohstoffe abbauen und verarbeiten, haben ihren Hauptsitz im globalen Norden, und sie sind es, die sich vehement gegen klare gesetzliche Regeln zur Wehr setzen. Sie wollen weder Verantwortung für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards übernehmen, noch sind sie an der gerechten Verteilung der Reichtümer interessiert.

Doch die Ressourcen der Erde sind nicht nur ungerecht verteilt. Wir beuten sie auch aus, als hätten wir eine zweite im Keller, die wir bei Bedarf hochholen könnten. Von einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Rohstoffpolitik sind wir weit entfernt. Deshalb ist ein Weiter so keine Option. Was sich ändern muss und wie jeder und jede Einzelne dabei aktiv werden kann, kann im neuen Südlink unter anderem mit Artikeln von Beate Schurath, Christine Pohl und Jaybee Garganera nachgelesen werden.

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