Neue Ausgabe der Zeitschrift Afrika Süd erschienen

20 Jahre nach dem offiziellen Beginn der Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) in Südafrika widmet sich Afrika Süd 2, 2016 der Aufarbeitung von Apartheidverbrechen. Politisch motivierte Morde und die aktuelle Kontroverse über die Freilassung der Täter werden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Mehrere Autoren/-innen nehmen auch die umfangreichen Landenteignungen und Vertreibungen ganzer Bevölkerungsgruppen während der Apartheid unter die Lupe. Denn die Forderungen nach Landreformen sind weiterhin politisch umstritten.

Wie Künstler und Schriftsteller die traumatischen Zwangsumsiedlungen thematisieren, ist ein weiterer Schwerpunkt dieses Heftes. Dabei richtet sich der Blick auch auf die Nachbarländer, konkret auf Angola, wo das Apartheidregime einen Stellvertreterkrieg anzettelte. Dieser fiel allerdings nicht in das Mandat der TRC. Auch die politische Gewalt im Post-Konfliktland Simbabwe, die gender-spezifische Gewalt verstärkt, ist nur unter Bezugnahme auf historische Kontexte zu verstehen. Dies veranschaulicht eine simbabwische Poetry-Performerin eindrücklich.

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