Hessischer Friedenspreis für Ella Mikhaylovna Polyakova

Der Hessische Friedenspreis wurde am 17. Juli 2015 an die Russin Ella Mikhaylovna Polyakova verliehen. Polyakova ist Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation „Soldatenmütter von St. Petersburg“. Die Nichtregierungsorganisation setzt sich seit 1991 aktiv gegen menschenunwürdige Verhältnisse, Gewalt und Missbrauch in der russischen Armee und den von Russland geführten Kriegen ein. Zudem engagieren sich die „Soldatenmütter von St. Petersburg“ für die Verbesserung und Wahrnehmung der Rechte von Soldaten, Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren sowie die Strafverfolgung von Tätern. Insbesondere in der aktuellen Situation, in der Kritik an der russischen Regierung häufig mit Diffamierung beantwortet wird, habe Frau Polyakova ihre Furchtlosigkeit und Stärke in
der Vertretung ihrer Überzeugungen bewiesen, so Prof. Dr. Harald Müller, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der HSFK und Mitglied
des Kuratoriums. Der Hessische Friedenspreis wurde 1993 vom ehemaligen Hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald gegründet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.
(Quelle: Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK))