Anne-Klein-Frauenpreis 2014

Mexikanische Frauenrechtsaktivistin für ihren Kampf gegen genderspezifische Gewalt ausgezeichnet

Der Anne-Klein-Frauenpreis 2014 der Heinrich-Böll-Stiftung ist am 7. März 2014 an Imelda Marrufo Nava vergeben worden. Die mexikanische Juristin und Frauenrechtsaktivistin wurde vor allem für ihren Kampf gegen die genderspezifische Gewalt in ihrer Heimatstadt Ciudad Juárez ausgezeichnet.

 

„Die Juristin, Feministin und Frauenaktivistin Imelda Marrufo Nava aus Ciudad Juárez, Mexiko, setzt sich politisch wie persönlich für die Ächtung und Strafverfolgung des Feminizids (Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts) und von geschlechterbasierter Gewalt ein. Imelda stellt sich der Gewalt furchtlos entgegen, setzt sich selbst täglich aufs Neue der Gefahr aus und gibt in beispielhafter Weise all denjenigen Mut, die an Ausmaß und Brutalität der Gewalt gegen Frauen in der Grenzregion zwischen Mexiko und den USA zu verzweifeln drohen. Ihr Beitrag zur Klassifizierung der geschlechtsspezifischen Gewalt gegen Frauen in Ciudad Juarez als Feminizid und gegen die Straflosigkeit der Täter ist beispielhaft", so die Jury in ihrer Begründung.

 

Ein Porträt von Imelda Marrufo Nava, eine Kurzbiografie, die Pressemitteilung und eine Vorstellung des Netzwerks Mesa de Mujeres de Ciudad Juárez (Frauentisch von Ciuadad Juárez) gibt es hier.

 

Zu Ehren Anne Kleins vergibt die Heinrich-Böll-Stiftung den Anne-Klein-Frauenpreis. Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin. Mit dem Preis fördert die Stiftung jährlich Frauen, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.