IPON Einstiegs- und Vorbereitungsseminar in Berlin
MenschenrechtsverteidigerInnen werden bedroht, eingeschüchtert und diskriminiert. Für menschenrechtlich engagierte Journalisten, politische Aktivisten und Bauerngruppen sind in den Philippinen sogar außergerichtliche Hinrichtungen bittere Realität. Obwohl sich der philippinische Staat nach außen hin als einzige demokratische und menschenrechts-achtende Nation in Asien präsentiert. Menschenrechtsverteidiger brauchen Schutz durch internationale Begleitung.
Widersprüchliche Meldungen kommen aus Lateinamerika. Einerseits Menschenrechtsverletzungen, Armut und Vertreibungen, andererseits neue soziale Bewegungen und Aufbrüche. Wir fragen: Was hat die ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt in Lateinamerika bewirkt? Welche Perspektiven ergeben sich für die internationale Solidaritätsarbeit?
Workshop des Instituts für Konfliktbearbeitung und Friedensentwicklung (ICP) in Bern
Gewalt ist ein Symptom der Krise der Demokratie, aber auch einer Krise des Zusammenlebens. Das wachsende Unsicherheitsgefühl in bestimmten Milieus öffnet Räume für verschiedenste Formen von Gewalt, welche die Demokratie gefährden. Durch die Übernahme von Verantwortung, Autonomie und die Wiederentdeckung der eigenen Schaffungskräfte, kann das Gefühl, Opfer der Anderen zu sein, überwunden werden. Dies ist Voraussetzung für die Umwandlung von sozialer Gewalt in konstruktive Konfliktfähigkeit und Empathie.
Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung in Berlin
Veranstaltung mit Hani al-Masri - Direktor, Palestinian Center For Policy Research and Strategic Studies (PCPRSS),Khalil Shaheen - Vizedirektor, Palestinian Center For Policy Research and Strategic Studies (PCPRSS), Faiha Abdel-Hadi - politische Beraterin und Autorin, Wafa Ab dar-Rahman - Gründerin und Direktorin der NGO Filastiniyat, Ramallah undMouin Rabbani - Crisis Management Initiative. Die Moderation übernimmt René Wildangel - Heinrich-Böll-Stiftung Ramallah.
Fachtagung von BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn) und SÜDWIND
In vielen Entwicklungsländern haben Kleinschürfer einen großen Anteil am Bergbau. Vor allem im Goldsektor hat ihre Zahl aufgrund des in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Goldpreises massiv zugenommen: Schätzungsweise 25 Prozent der globalen Goldproduktion stammen aus dem informellen Kleinbergbau. In einigen Staaten graben Hunderttausende von Kleinschürfern nach dem wertvollen Edelmetall – meist unter miserablen Arbeitsbedingungen. Zudem setzen Kleinschürfer im Goldabbau in der Regel hochgiftiges Quecksilber ein, was Umwelt und Gesundheit schädigt.
Mittlerweile haben acht Bundesländer Kooperationsvereinbarungen mit der Bundeswehr unterzeichnet, so auch Baden-Württemberg. Sie haben das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Jugendoffizieren und Schulen zu verstärken. Dazu sind sogar Jugendoffiziere in der Ausbildung von ReferendarInnen und in die LehrerInnenfortbildung eingebunden. Die Angebote der Bundeswehr reichen von der Gestaltung einzelner Unterrichtseinheiten in gesellschaftskundlichen Fächern über Seminarfahrten und mehrtägigen sicherheitspolitischen Planspielen bis hin zur Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien.
Gegenentwürfe aus der Zivilgesellschaft. Jahrestagung der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung 2012 in Loccum
Entwicklungszusammenarbeit und Friedensarbeit werden zunehmend von Denkmustern staatlicher Sicherheitsvorsorge dominiert. Zivilgesellschaftliches Engagement, bisher orientiert an den Werten Frieden und Gerechtigkeit, erfährt eine Umdeutung und eine Inanspruchnahme für Sicherheitsinteressen des Staates. Diese Tendenz ist jüngst besonders in der Afghanistanpolitik zu beobachten. Das Schlagwort der „vernetzten Sicherheit“ ist ein Ausdruck dessen: eine Verwischung zwischen staatlichen und gesellschaftlichen Kompetenz- und Handlungsräumen einerseits und militärischen und zivilen Mitteln andererseits.
Die Methode des Participatory Video ist ein filmpädagogischer Ansatz, um Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen und um eigene Anliegen öffentlich zu machen. Es kann zum Dialog, zur Aufklärung und Konfliktlösung beitragen sowie Veränderungsprozesse dokumentieren. Participatory Video verleiht Menschen eine Stimme, die normalerweise nicht gehört werden. Es ist eine Methode, die jeder nutzen kann, ohne lesen und schreiben zu können.
Jahrestagung des Bundes für Soziale Verteidigung in Dortmund
Männer machen spezifische Erfahrungen in Krieg und bewaffneten Konflikten. Frauen auch. Das Gleiche gilt für Friedens- und Übergangszeiten. Denn Frauen und Männer nehmen unterschiedliche Rollen in Kriegen und in Nachkriegsgesellschaften ein. Wird der Blick auf die Geschlechterverhältnisse versäumt, so können Strukturen, die zur Eskalation der Gewalt beitragen, unberücksichtigt und als konfliktverschärfende Faktoren bestehen bleiben. Will Friedensarbeit effektiv und nachhaltig sein, müssen daher die geschlechtsspezifischen Zusammenhänge berücksichtigt werden.
Die Frage nach den Ursachen nimmt in der Friedens- und Konfliktforschung wie auch in der Friedensarbeit einen hohen Stellenwert ein. Das Ziel dieser Tagung ist es, die Ursachen von Krieg, gewaltsamen Konflikten und Frieden in ihrer Breite und in ihren unterschiedlichen Dimensionen zu ergründen. Zudem werden konzeptionelle Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Forschungsbereichen hergestellt, um weiterführende Forschungsansätze zu diskutieren. Die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen, u. a. im Mittelmeerraum, verdeutlichen erneut, wie wichtig es ist, Bedingungen von Frieden und Krieg zu verstehen, um in Konfliktsituationen den Ausbruch von Gewalt verhindern zu können.