Nichtstaatliche Gewaltakteure und das Humanitäre Völkerrecht

TitleNichtstaatliche Gewaltakteure und das Humanitäre Völkerrecht
Publication TypeBook
Subtitle / Series TitleStudien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (Bd.29)
Year of Publication2015
AuthorsHerr, S
Number of Pages320 S.
PublisherNomos-Verlag
CityFrankfurt am Main
ISBN978-3-8487-2212-9
Abstract

In innerstaatlichen Konflikten sind Zivilisten zwar prinzipiell durch Bestimmungen des humanitären Völkerrechts geschützt, doch die Realität sieht oft anders aus: in der Praxis ist ein solcher Schutz oft nur unzureichend gewährleistet – gerade auch, weil zunehmend nichtstaatliche Akteure am Konfliktgeschehen teilnehmen. Wie aber können diese Gewaltakteure von der Notwendigkeit überzeugt werden, humanitäre Standards einzuhalten?

Dieser Frage geht Stefanie Herr in der HSFK-Studie „Nichtstaatliche Gewaltakteure und das Humanitäre Völkerrecht. SPLM/A und LTTE im Vergleich“ nach. Sie zeigt  mit zwei detaillierten Fallstudien, zur LTTE  (Liberation Tigers of Tamil Eelam, paramilitärische Organisation in Sri Lanka) und zur SPLM/A (ehemalige Widerstandsbewegung im Südsudan), dass bewaffnete Akteure dann bereit sind, sich zu humanitären Normen zu bekennen, wenn sie sich davon Anerkennung durch die transnationale Gemeinschaft versprechen. Damit widerspricht sie der weitverbreiteten Annahme, nur eine Kriminalisierung nichtstaatlicher Gewaltakteure helfe im Umgang mit diesen. Die Studie stützt sich auf 58 Experteninterviews, die unter anderem vor Ort mit ehemaligen Rebellen durchgeführt wurden.

URLhttp://hsfk.de/