3. Bericht der Bundesregierung über die Umsetzung des Aktionsplans veröffentlicht

Title3. Bericht der Bundesregierung über die Umsetzung des Aktionsplans veröffentlicht
Publication TypeBook
Subtitle / Series TitleBerichtszeitraum Mai 2008 bis April 2010
Year of Publication2010
AuthorsN.N.
Number of Pages90 S.
PublisherDie Bundesregierung
Accession Number1515
Abstract

Unterstützung von Verhandlungsprozessen, Mediation oder der Aufbau von demokratischen Strukturen, aber auch Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und Umweltpolitik: All dies ist Teil eines umfassenden und kohärenten Ansatzes zur Krisenprävention. Das Bundeskabinett hat am 23. Juni 2010 den 3. Bericht der Bundesregierung über ihre Politik der Krisenprävention und die Umsetzung des Aktionsplans "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" verabschiedet.
Der Bericht, der alle krisenpräventiven Aktivitäten der Bundesregierung darstellt, deckt den Zeitraum Mai 2008 bis April 2010 ab. Ein erster Teil des Berichts zeigt die wesentlichen Entwicklungen und Tendenzen im Bereich der zivilen Krisenprävention auf und gibt einen Ausblick auf die künftigen Prioritäten und Zielsetzungen. Der zweite Teil enthält eine umfassende Bestandsaufnahme aller relevanten Aktivitäten in den zentralen Handlungsfeldern im Berichtszeitraum.

Handlungsfelder in der Krisenprävention
Der Bericht zeigt, auf wie vielen Handlungsfeldern und mit welch vielfältigen Aktivitäten die Bundesregierung auf diesem Gebiet engagiert ist. Hierzu zählen beispielsweise die Förderung von Menschenrechten, Demokratie und guter Regierungsführung, die Bekämpfung von Armut, Nichtverbreitung und Abrüstung oder die Bekämpfung des Klimawandels. 
Damit zeigt sich, dass Krisenprävention kein in sich geschlossener Politikbereich ist, sondern eine politische Grundausrichtung, die in zahlreiche Politik- und Handlungsfelder der Bundesregierung hineinwirkt. 

Innerstaatliche Konflikte und Klimawandel gefährden die globale Sicherheit
In den letzten 15 Jahren haben innerstaatliche Gewaltkonflikte traditionelle zwischenstaatliche Kriege abgelöst. Diese sind häufig Folge von wirtschaftlicher, politischer und sozialer Ungleichheit. Gefahren für die globale Sicherheit gehen auch von schwachen oder zerfallenden Staaten aus. Dort kann Gewalt eskalieren, in staats- und rechtsfreien Zonen können sich Terroristen wie auch organisierte Kriminalität ungehindert entfalten. 
Aber auch neue Risiken, wie die Auswirkungen des Klimawandels - etwa Wasserknappheit und der Rückgang landwirtschaftlicher Flächen - sind geignet, bestehende Spannungen zu verschärfen und zur Destabilisierung von Staaten und sogar zu kriegerischen Auseinandersetzungen zu führen. 

Bedrohungen überschreiten Grenzen
Die Auswirkungen all dieser Gefahren und Bedrohungen machen im Zeitalter der Globalisierung nicht mehr an Staatsgrenzen halt. Die destabilisierenden Folgen von Schmuggel und grenzüberschreitender organisierter Kriminalität erfassen ganze Regionen, unkontrollierte Migration und Flüchtlingsströme angesichts fehlender Lebensgrundlagen oder mangelnder Sicherheit für die Menschen in ihrem Heimatland wirken sich auch über die Region hinaus aus. Auch der internationale Terrorismus bildet heute eine der größten Bedrohungen für die Sicherheit weltweit.

URLhttp://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/Themen/Krisenpraevention/Downloads/100623-AktionsplanKrisenpraevention2010.pdf
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