Plattform Jahresbericht 2013

Aktivitäten und Schwerpunkte des Netzwerks

Die Plattform, 1998 gegründet, versteht zivile Konfliktbearbeitung als Querschnittsaufgabe. Sie ist durch ihre Mitgliedschaft mit unterschiedlichen Milieus verbunden: Entwicklungspolitische Zusammenarbeit, Menschenrechtsarbeit, Gemeinwesenarbeit, Friedens- und Konfliktforschung, Friedensbewegung. Die Mitglieder variieren stark in ihren eigenen Strukturen bzw. Arbeitsformen und -schwerpunkten.

 

Die Arbeit der Plattform zeichnet sich heute durch zwei Knotenpunkte aus:

Advocacy-Arbeit für die Zivile Konfliktbearbeitung im politischen Feld und Community-Arbeit zur Stärkung und Qualifizierung der Zivilen Konfliktbearbeitung. Beide sind eng miteinander verzahnt. Die Plattform ist im zivilgesellschaftlichen Beirat zum Aktionsplan Zivile Krisenprävention und Konfliktlösung vertreten und ist Vertragspartner der Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt). Die Plattform umfasst zum 15.02.2014 62 Organisationen und 112 Einzelpersonen.

 

Advocacy: Das Jahr 2013 – ein Bundestagswahljahr

Schon 2012 in Loccum war seitens des Plattform-Plenums beschlossen wurden, in den nächsten beiden Jahren einen Arbeitsschwerpunkt auf die Bundestagswahl 2013 zu legen. Nach dem Plenum 2013, bei dem die inhaltlichen „Vorarbeiten“ für die Advocacy-Arbeit der Plattform (Plattform-Impuls und die Sammlung der Bundestagswahlforderungen) beraten bzw. vorgestellt wurden, stiegen Sprecher/innenrat, e.V.-Mitglieder und Bundestagswahl-AG mit Unterstützung der Geschäftsführerin in die konkrete Umsetzung und Praxis der politischen Arbeit ein: Sich vernetzen, Herausforderungen präzisieren, den politischen Dialog im Wahljahr führen sind die Stichpunkte.

 

Es galt insbesondere Wahlprogramme zu kommentieren, auf Parlamentarier/innen (und solche, die es werden könnten) zuzugehen, Gespräche zu führen, Forderungen und Informationen an die Fraktionen zu verschicken, und schließlich auch im Prozess der Koalitionsverhandlungen zu versuchen, Einfluss zu nehmen. Vorbereitet und begleitet wurde diese Arbeit durch eine möglichst enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Plattform-Milieus und der Kommunikation mit anderen, fachlich einschlägigen zivilgesellschaftlichen Organisationen und politisch Aktiven.

 

Im Mittelpunkt standen inhaltlich die Forderungen:
1. Ein friedenspolitisches Leitbild für Deutschland
2. Handlungsfähige Strukturen der Zivilen Krisenprävention
3. Den Frieden vorbereiten: Instrumente und Programme ausbauen
4. Stärkung Ziviler Konfliktbearbeitung in der eigenen Gesellschaft
5. Auf internationaler Ebene Vorrang für Zivile Konfliktbearbeitung

 

Mitglieder der Plattform können den vollständigen Jahresbericht bei der Geschäftsstelle bestellen.