Syrien: Die internationale Gemeinschaft darf nicht länger Däumchen drehen

TitelSyrien: Die internationale Gemeinschaft darf nicht länger Däumchen drehen
Typ der PublikationWeb Article
Publikationsjahr2017
AutorInnenHaid, HN
VerlagHeinrich-Böll-Stiftung
StadtBerlin
Kurztext

Fachleute gehen davon aus, dass sich der Konflikt in Syrien weiter verschlimmern wird. Es wird höchste Zeit eine offizielle Sicherheitszone einzurichten.

Die jüngste Offensive des syrischen Regimes, die darauf zielt, den von Rebellen gehaltenen Ostteil von Aleppo einzunehmen und die mit Hilfe russischer sowie vom Iran unterstützter Kräfte erfolgt, hatte eine Vielzahl von Menschrechtsverletzungen zur Folge.

Bei den Angriffen starben Tausende, viele Gebäude sowie zivile Infrastrukturen wurden zerstört, und die bereits zuvor schwer getroffenen medizinischen Einrichtungen wurden vollends lahmgelegt. Von der Belagerung der Stadt betroffen waren zwischen 250.000 und 300.000 Menschen, die für mehrere Monate ohne Nahrung und ohne medizinische oder humanitäre Versorgung auskommen mussten. Die schnellen Vorstöße des Regimes führten dazu, dass tausende Menschen in Gebiete fliehen mussten, die vom Regime kontrolliert werden. Dort wurden viele der Flüchtlinge, insbesondere Männer, festgehalten, gefoltert oder auch kurzerhand hingerichtet.

Die fürchterliche Bilanz der Gräuel gegen Zivilisten während des Syrienkonflikts verschlimmerte sich erneut und eine Quelle sprach von einem „Totalzusammenbruch der Menschlichkeit“. Jedoch, die internationale Gemeinschaft sah den Geschehnissen weiterhin zu, verurteilte, was geschah, und forderte ein Ende der Offensive – Appelle, die alle wirkungslos verpufften. Zwar wächst bei einigen westlichen Politikern die Scham, über das was passiert – die Mehrheit von ihnen sagt jedoch, mehr als das was man tue, sei nicht möglich.

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