Der Islamische Staat und hybride Kriegführung

TitelDer Islamische Staat und hybride Kriegführung
Typ der PublikationReport
Publikationsjahr2016
AutorInnenMartin, H
Untertitel / SerientitelZEUS Working Paper 11
Pagination58 S.
InstitutionZentrum für Europäische Friedens - und Sicherheitsstudien (ZEUS)
StadtHamburg
Kurztext
Der Islamische Staat (IS) bedient sich der hybriden Kriegsführung, indem er auf verschiedenen Ebenen unkonventionelle und konventionelle Kampfweisen in einem beachtlichen Maße miteinander vermischt. Die übergeordnete Art und Absicht kann ebenfalls der Anwendung der hybriden Kriegsführung zugeordnet werden, wenngleich auch die Breite des Konzeptes eine vollständige Entsprechung durch einen einzelnen Akteur unmöglich macht. Der IS sollte aufgrund seiner Kriegsführung weder als reine Terrororganisation betrachtet werden,noch kann er ausschließlich militärisch bekämpft werden. Stattdessen muss ihm regional und international mit einem Comprehensive Approach begegnet werden, der auch politische und sozioökonomische Maßnahmen beinhaltet.
 
Das Konzept der hybriden Kriegsführung ist aufgrund seiner Breite und Unschärfe kriegstheoretisch problematisch. Beispielsweise erfüllt der IS einige definitorische Elemente der hybriden Kriegsführung nicht, die für die Konzeptualisierung des hybriden russischen Vorgehens im Ukraine-Konflikt zentral waren. Es ist daher eine weitere Schärfung des Konzeptes – insbesondere durch (vergleichende) Fallstudien sowie die Weiterentwicklung und Abgrenzung gegenüber alternativen Konzepten – erforderlich.
 
AnhangGröße
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