Friedenslogik statt Sicherheitslogik – Zur Zukunft ziviler Konfliktbearbeitung

TitelFriedenslogik statt Sicherheitslogik – Zur Zukunft ziviler Konfliktbearbeitung
Typ der PublikationReport
Publikationsjahr2016
AutorInnenBirckenbach, H-M
Untertitel / SerientitelFriedenspolitisches Symposium
Pagination9 S.
InstitutionGrundrechtekomitee
Kurztext

Vorbehalte gegen das Konzept der Zivilen Konfliktbearbeitung (ZKB) gibt es auch in Kreisen der Friedensbewegung (FB). Nur eine kleine Gruppe ist an der Entwicklung, Mitwirkung und an den Erfahrungen wirklich interessiert. Christine Schweitzer hat sich umgehört und gefragt: Warum tut sich die Friedensbewegung so schwer mit der Rolle konstruktiver Alternativen? Sie berichtet, dass viele Mitstreiter in der FB die Aufgabe von Friedensbewegung darin sehen, Missstände zu benennen, Empörung zu wecken und diese auf der Straße sichtbar zu machen. Auch fehle es oft schlicht an Wissen. Ferner sei „Zivile Konfliktbearbeitung“ ein Sammelbegriff, was die Propagierung als Alternative erschwere. Ich vermute in diesem Argument die Kritik an der sogenannten „Toolbox“, also an einer Zusammenstellung von politischen Instrumenten, die in Konfliktsituationen prinzipiell eingesetzt werden können. Diese Zusammenstellung hat die Vorstellungen über Alternativen zum Krieg sowohl bereichert wie auch technokratisch verkürzt. Schließlich begebe sich, wer der Politik Alternativen der zivilen Konfliktbearbeitung vorschlage, in die Ebenen der Realpolitik und damit auch in die Gefahr, seine Radikalität zu verlieren und vereinnahmt zu werden. Ich interpretiere dieses Argument als Sorge, durch Mitwirkung in der Praxis und durch den Dialog mit den Praktikern irgendwie beschädigt zu werden.

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