Medienpolitik in Post-Konfliktstaaten. Beiträge zum politischen Wiederaufbau am Beispiel von Afghanistan

TitelMedienpolitik in Post-Konfliktstaaten. Beiträge zum politischen Wiederaufbau am Beispiel von Afghanistan
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelINEF-Report, 83/2006
Publikationsjahr2006
AutorInnenTutakhel, M
Anzahl Seiten44 S.
VerlagInstitut für Entwicklung und Frieden (INEF)
UID708
Kurztext

Mariam Tutakhel untersucht in ihrer Studie die Strategien des Medienaufbaus in Afghanistan und setzt diese in Vergleich zu Erfahrungen, die in Bosnien und Kambodscha gemacht wurden. In allen drei Fällen soll der Aufbau der Medienstruktur neben der Berichterstattung auch die Kontrollfunktion der Öffentlichkeit über eine demokratische gewählte Regierung übernehmen; in allen drei Fällen sind die Medien unter den Einfluss ehemaliger Kriegsparteien geraten und erfüllen ihren Auftrag nicht. Tutakhel analysiert Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und Wirkungen der Medienaufbauprogrammes in Afghanistan und spricht dabei zwei grundsätzliche Probleme an, die weit über diesen konkreten Fall hinausweisen. Zum einen ist dies die Frage, ob Medienfreiheit uneingeschränkt ein wichtiges Element der Friedenskonsolidierung sein muss, oder ob die Konsolidierung des Friedens nicht im Gegenteil eine kontrollierende Rolle des Staates erfordert, vermittels der er sich die notwendige Unterstützung der Bevölkerung für seine Politik sichern kann. Zum anderen spricht Tutakhel am Beispiel Afghanistans ein aktuelles Problem an, dessen Diskussion auf der to-do-Liste des Westens steht, nämlich die Frage, ob und inwieweit sich die medienpolitischen Prinzipien in einer Gesellschaft, die sich zum Islam bekennt, von den internationalen Menschenrechtsstandards unterscheiden und welche im Zweifelsfall Vorrang haben sollten.Bibliographischer Nachweis: Mariam Tutakhel: Medienpolitik in Post-Konfliktstaaten. Beiträge zum politischen Wiederaufbau am Beispiel von Afghanistan. INEF-Report, 83/2006, Duisburg: Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen.

URLhttp://inef.uni-due.de/page/documents/Report83.pdf
Vollständiger Text