Der Landkonflikt in Brasilien. Kampf um eine Agrarreform und deren gesellschaftspolitischen Strukturbedingungen

TitelDer Landkonflikt in Brasilien. Kampf um eine Agrarreform und deren gesellschaftspolitischen Strukturbedingungen
Typ der PublikationReport
Publikationsjahr2013
AutorInnenN.N.
Untertitel / SerientitelDossier des Lehrforschungsprojekts: „Internationales Konfliktmonitoring“
Pagination68
InstitutionJustus-Liebig-Universität Gießen
Kurztext

Dieses im Rahmen des Lehrforschungsprojekts „Internationales Konfliktmonitoring“ entstandene Dossier behandelt den Konflikt um die extrem ungleich verteilte landwirtschaftlich nutzbare Fläche in Brasilien. Ungefähr 1% der Landbesitzer besitzen ca. 46% der privaten Landflächen, während 50% der Landbevölkerung gerademal 2% des Landesbesitzen. Das Ausmaß dieser Ungleichverteilung im fünftgrößten Staat der Erde (8.514.877 km²) lässt sich kaum ermessen. So besitzt das oberste Prozent der brasilianischen Landbesitzer (ca. 49.400 Betriebe) mit einer Fläche von ca. 1,6 Mio km² ein Gebiet, das viereinhalbmal so groß ist wie Deutschland (357.022 km²).1 Gegenstand des Konfliktes ist im Kern die begrenzt verfügbare, agrarwirtschaftlich nutzbare Fläche, auf welche die Großgrundbesitzer einerseits und die Landlosen andererseits Ansprüche erheben. Konfliktbeteiligte sind neben den Landlosen und den Großgrundbesitzern auch Kleinbauern, die Agrarindustrie, der Staat auf verschiedenen Ebenen, die indigene Bevölkerung, diverse Parteien und Nichtregierungsorganisationen. Für eine Konfliktlösung bedarf es sowohl einer Landreform wie auch gesellschaftspolitischer Reformen, die eine solche Landreform ermöglichen. (Quelle: Einleitung) Download Im Gießener Monitoringprojekt erkunden und erarbeiten Studierende der Justus-Liebig-Universität Gießen im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach in Dossiers Möglichkeiten zur zivilen Konfliktbearbeitung. Grundlage und Inspiration der Dossiers ist das Monitoring-Projekt der Kooperation für den Frieden unter Federführung von Prof. Dr. Andreas Buro. Dieses wurde im Jahr 2005 von der Kooperation für den Frieden ins Leben gerufen. Die Intentionen dieses Projekts liegen in der zivilen Konfliktbearbeitung sowie in der Gewalt- und Kriegsprävention. Mittels Dossiers soll der Öffentlichkeit ein ziviler Umgang mit Konflikten nahe gebracht werden. Langfristig soll mit dem Monitoringprojekt ein Beitrag geleistet werden, zivile Konfliktbearbeitung sowie Gewalt- und Kriegsprävention als Leitkonzepte in Politik, Medien und in der Öffentlichkeit zu verankern. Darüber hinaus soll der noch immer vorherrschenden Aufrüstungs- und Interventionspolitik entgegengetreten werden, um damit auf eine Ablösung der weitgehend militärgestützten Außen- und Sicherheitspolitik durch Konzepte ziviler Konfliktbearbeitung hinzuwirken. Weitere Informationen und Dossiers

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