Nach dem Krieg in Mali - Den Frieden gewinnen

TitelNach dem Krieg in Mali - Den Frieden gewinnen
Typ der PublikationReport
Publikationsjahr2013
AutorInnenLohmann, A
Pagination7
InstitutionFriedrich Ebert Stiftung
StadtBerlin
Kurztext

Am 7. Januar nahmen die Rebellen im Norden Malis den Kampf gegen die malische Armee wieder auf. Was anfänglich wie eine gezielte Provokation aussah, um ihren Forderungen bei der nächsten Verhandlungsrunde Nachdruck zu verleihen, eskalierte: Die Rebellen drohten die Demarkationslinie Richtung Süden zu überschreiten. Frankreich reagierte schnell und verlegte Truppen in das Kampfgebiet. Nachdem zunächst lediglich die Rebellen aufgehalten werden sollten, änderte Frankreich bald seine Strategie und ging in die militärische Offensive.Die Regionalorganisation ECOWAS beschleunigte die Entsendung von Truppen aus verschiedenen Ländern Westafrikas. Andere Länder wie auch Deutschland beteiligen sich in unterschiedlicher Weise, z.B. durch logistische Unterstützung, an dem Einsatz.Die militärische Rückeroberung der größeren Städte im Norden ist jedoch nur der erste Schritt in Richtung einer dauerhaften Stabilisierung des Nordens und damit Gesamtmalis. Daran anschließen muss sich ein politischer Prozess, der umfassende und inklusive politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungsperspektiven schafft. Hierbei handelt es sich um eine Aufgabe, die weit über eventuelle Verhandlungen hinausgeht.Eine sorgfältige Vorbereitung der Wahlen ist vor dem Hintergrund der instabilen politischen Lage unerlässlich, andernfalls sind eine Anfechtung des Wahlergebnisses und eine weitere innenpolitische Krise wahrscheinlich. Alle langfristigen Strategien zur Stabilisierung Malis werden nur erfolgreich sein, wenn auch der Süden einbezogen wird, malische Akteure entscheiden und internationale Unterstützung gewährt wird.  Download

URLwww.frient.de
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