Der Kosovo-Konflikt. Analyse und zivilgesellschaftliche Lösungsperspektiven

TitelDer Kosovo-Konflikt. Analyse und zivilgesellschaftliche Lösungsperspektiven
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelDossier des Forschungsprojekts 'Internationales Konfliktmonitoring' der Universität Gießen
Publikationsjahr2011
AutorInnenRüger, J, Schmidt, D
Anzahl Seiten51
VerlagJustus-Liebig-Universität Gießen - Lehrforschungsprojekt „Internationales Konfliktmonitoring“
Kurztext

"Auch 2011 befindet sich Kosovo noch in einem Schwebezustand: Die Unabhängigkeitserklärung war einseitig – die serbische Regierung erkennt diese Unabhängigkeit nicht an. Die Frage nach dem Status Kosovos überlagert jedoch nur ein grundsätzlicheres Problem: Es gibt keinen Dialog zwischen den Bevölkerungsgruppen der Serben und Albaner in Kosovo. (...) Gegenstand dieses Dossiers ist daher die Frage, wie die Spirale von Gewalt und Unterdrückung durchbrochen und ein Dialog zwischen den Bevölkerungsgruppen entstehen kann. Auf dem Weg dorthin muss eine dauerhafte Normalisierung der Beziehungen unabhängig von der Statusfrage erreicht werden. Nur so kann der Konflikt um den Status unterhalb der Gewaltschwelle ausgetragen und schließlich gelöst werden.Dieses Dossier ist im Rahmen der Arbeit der Gießener Monitoringgruppe entstanden. Es soll dabei helfen, den Konflikt in Kosovo aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen und aufzeigen, was unter den heutigen Bedingungen im Sinne der zivilen Konfliktbearbeitung getan werden kann, um dauerhaften Frieden innerhalb Kosovos und zwischen ihm und seinen Nachbarn zu stiften." (aus der Einleitung des Dossiers) Download Im Gießener Monitoringprojekt erkunden und erarbeiten Studierende der Justus-Liebig-Universität Gießen im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach in Dossiers Möglichkeiten zur zivilen Konfliktbearbeitung. Grundlage und Inspiration der Dossiers ist das Monitoring-Projekt der Kooperation für den Frieden unter Federführung von Prof. Dr. Andreas Buro. Dieses wurde im Jahr 2005 von der Kooperation für den Frieden ins Leben gerufen. Die Intentionen dieses Projekts liegen in der zivilen Konfliktbearbeitung sowie in der Gewalt- und Kriegsprävention. Mittels Dossiers soll der Öffentlichkeit ein ziviler Umgang mit Konflikten nahe gebracht werden. Langfristig soll mit dem Monitoringprojekt ein Beitrag geleistet werden, zivile Konfliktbearbeitung sowie Gewalt- und Kriegsprävention als Leitkonzepte in Politik, Medien und in der Öffentlichkeit zu verankern. Darüber hinaus soll der noch immer vorherrschenden Aufrüstungs- und Interventionspolitik entgegengetreten werden, um damit auf eine Ablösung der weitgehend militärgestützten Außen- und Sicherheitspolitik durch Konzepte ziviler Konfliktbearbeitung hinzuwirken. Ausserdem sind 2011 Dossiers zu den Konflikten im Baskenland und in Parguay erschienen. Weitere Informationen und Dossiers zu anderen Konfliktregionen wie Tschetschenien, Kolumbien, Darfur, der 'Kurdenfrage' und Tibet u.a. finden sich auf der Website des Forschungsprojekts.

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