Integration und Menschlichkeit verbinden

TitelIntegration und Menschlichkeit verbinden
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelZur Auflösung der Konfliktlinien in der Asyl- und Migrationspolitik in Europa
Publikationsjahr2012
AutorInnenBecker, V, Meerbothe, K, Zahn, D
EditionGießener Monitoringprojekt
VerlagJustus-Liebig-Universität - Lehrforschungsprojekt Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach
StadtGiessen
Kurztext

In der Einleitung schreiben die AutorInnen:Ziel des Dossiers ist es, zu zeigen, wie die europäischen Akteure den Konflikt friedenswirksam beilegen können. Es richtet sich an deutsche und internationale Akteure, an Minister und Parlamentarier, an die EU-Institutionen wie auch an auch an internationale Organisationen wie Europarat und UNHCR und an NGOs wie ProAsyl, Amnesty International und ECRE. Vor allem wollen wir zeigen, dass und wie eine Migrations- und Asylpolitik im Einklang erstens mit den Zielen und Werten der EU, zweitens mit den internationalen Menschenrechtsnormen sowie drittens mit dem Interesse der EU an einer erweiterten und vertieften Integration in Europa möglich ist. Nach unserer Auffassung darf ein Lösungsweg weder zu Lasten der Flüchtlinge, noch zu Lasten einer verstärkten Integration gehen. Ebenso ist die Konzipierung eines umfassenden Lösungsansatzes erforderlich, in dem die Lage in den Herkunftsländern der Migranten zur Kenntnis genommen und Strategien entwickelt werden, wie mit einer Reform der außenpolitischen Beziehungen der EU und ihrer Mitgliedstaaten die dortigen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse verbessert werden können. ... Wir wollen mit dem Dossier zu einem Umdenken in der EU, in den Mitgliedsstaaten und insbesondere in Deutschland anregen. Möglicherweise kann Deutschland - als ein EU-Staat ohne Außengrenzen - in der Asyl- und Migrationspolitik den ersten Schritt wagen. Deutschland ist von dem Migrationsstrom aus Nordafrika nicht direkt betroffen, muss aber am meisten ändern und seine Beteiligung an dem Elend von Migranten anerkennen. Es hat aber auch die größten Möglichkeiten dazu. Das Asylrecht hat in Deutschland in Reaktion auf die nationalsozialistische Diktatur einen hohen, grundgesetzlich verankerten Stellenwert. Viele verfolgte Juden aus Deutschland waren auf Schutz durch andere Länder angewiesen und haben ihn nicht immer erhalten. Das NS-Regime ist vergangen, die Schutzbedürftigkeit von Menschen in Not ist geblieben. Download

URLhttp://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb03/institute/institut-fur-politikwissenschaft/Personen/birckenbach/lehre/lfp
Vollständiger Text