How can we do better? Perspektiven nachhaltiger Zusammenarbeit in fragilen Staaten

TitelHow can we do better? Perspektiven nachhaltiger Zusammenarbeit in fragilen Staaten
Typ der PublikationReport
Publikationsjahr2014
AutorInnenN.N.
Untertitel / SerientitelSLE Briefing Paper 02-2013/2014
Pagination4 S.
InstitutionSeminar für Ländliche Entwicklung (SLE)
StadtBerlin
Kurztext

Weltweit zählen laut OECD 47 Länder zu den fragilen Staaten, die auf die Gewährleistung staatlicher Grundfunktionen verzichten müssen. Die Folgen sind häufig Armut, mangelnde Grundversorgung, fehlende Sicherheit und Nichteinhaltung der Menschenrechte. Die Entwicklungszusammenarbeit, die sich viele Jahre auf die sogenannten „good performers“ konzentriert hat, stellt die Stabilisierung der fragilen Staaten seit Anfang des Jahrtausends zunehmend in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit. In fragilen Kontexten steht sie dabei noch mehr als in stabilen Entwicklungsländern vor der Herausforderung, die Umsetzung ihrer Maßnahmen wirksam und nachhaltig zu gestalten. Gesetze, Politiken und Standards werden in fragilen Ländern oft unzureichend umgesetzt - auch durch die Entwicklungsorganisationen selbst. Beispielhaft lässt sich hier die Umsetzung der „OECD-Prinzipien für Gutes Engagement in fragilen Staaten“ nennen, deren Evaluierung durch die OECD ernüchternd ausfiel, da der größte Teil der Prinzipien in der Praxis tatsächlich nicht oder nur teilweise angewendet wird. Für ein erfolgreiches Handeln von EZ-Organisationen im fragilen Kontext ist es entscheidend, Partner, Ansätze und finanzielle Instrumente zu nutzen, die angesichts schwacher Staatlichkeit eine Strukturstärkung bewirken. Ein Fokus sollte auf der Stärkung der Prozesse hin zur Staatsbildung liegen, um denselben in der Durchführung seiner Kontroll- und Managementaufgaben zu unterstützen. Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, auch die Zivilgesellschaft stärker einzubinden und sie darin zu fördern, ihre Funktion en gegenüber Staat und Gesellschaft (besser) wahrzunehmen. Eine weitere wichtige Voraussetzung, um aus dem Kreislauf von Krise, Nothilfe und Fragilität auszubrechen, besteht in der konsequenten Einhaltung und Umsetzung der eigenen Prinzipien durch die internationale Gebergemeinschaft. Download

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