Föderalismus als Konfliktregelung

TitelFöderalismus als Konfliktregelung
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelIndien, Russland, Spanien und Nigeria im Vergleich
Publikationsjahr2011
AutorInnenHeinemann-Grüder, A
Anzahl Seiten362
VerlagVerlag Barbara Budrich
StadtOpladen
ISBN978-3-86649-420-6
Kurztext

Vielvölkerstaaten sind instabil, da Gruppenloyalitäten konkurrieren und im Namen von Ethnien Forderungen nach Zugang zu Macht und Ressourcen erhoben werden. Doch wodurch werden gewaltfreie, lösungsorientierte, kooperative Formen der Konfliktbearbeitung gefördert? Kann Föderalismus zur Deeskalation und Verregelung von ethnischen Konflikten in Vielvölkerstaaten beitragen? Mit vier systematischen Fallstudien zu Russland, Indien, Nigeria und Spanien wird erstmals nachgewiesen, dass die Ausprägung ethnischer Konflikte maßgeblich auf das Institutionengefüge zurückzuführen ist. Entscheidend sind die Stabilität, Regelhaftigkeit, Inklusivität und Anpassungsfähigkeit ethno-föderaler Arrangements. Ethnonationalismus kann durch demokratischen Parteienwettbewerb und inklusive Parteien aufgebrochen werden. Die Erkenntnisse haben Relevanz für die Konfliktregelung in Vielvölkerstaaten schlechthin. Aus dem Inhalt· Ethnische Konflikte und Lösungsmodelle· Minderheitenschutz durch Föderalismus?· Polymorphie des indischen Föderalismus· Vom Ethnoföderalismus zum Russland der Russen· Spanien: Einheit in Vielfalt· Nigeria: Ethnischer Föderalismus als Patronage· Schlussfolgerungen Der Autor: Dr. phil. habil Andreas Heinemann-Grüder, Leiter der Akademie für Konflikttransformation im forum ZFD Bonn, Privatdozent an der Universität Bonn
 

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