Demokratische Republik Kongo - Rüstungsexporte

TitelDemokratische Republik Kongo - Rüstungsexporte
Typ der PublikationBook
Untertitel / SerientitelIllegale Waffen fluten Region der Großen Seen
Publikationsjahr2005
AutorInnenN.N.
VerlagAmnesty International
UID554
Kurztext

Trotz eines UN-Waffenembargos wird die Konfliktregion der Großen Seen in Afrika von Rüstungsgütern aus Osteuropa und dem Balkan sowie aus Südafrika, Großbritannien und den USA überschwemmt, wie ein heute veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai) nachweist. In der Demokratischen Republik Kongo (DRK), Ruanda und Uganda werden mit diesen Waffen massenhaft schwere Menschenrechtsverletzungen begangen. ai ruft den UN-Sicherheitsrat dazu auf, das Waffenembargo für die DRK zu erneuern und zu verschärfen sowie strenge Restriktionen gegen jeden Staat zu verhängen, der nachweisbar Waffen in die DRK exportiert. Alle Staaten müssen sicherstellen, dass Verletzungen des UN-Waffenembargos als schwere Straftat verfolgt und alle glaubwürdigen Berichte über illegale Rüstungstransfers untersucht werden. Zu den Herkunftsländern der Waffen zählen u. a. Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Tschechien, Israel, Russland, Serbien, Südafrika, Großbritannien und die USA. Regierung und Privatfirmen in der DRK beziehen Waffen aus Tschechien, Israel und der Ukraine im Tausch gegen Diamanten. Aus Albanien und Serbien sind von Ende 2002 bis Mitte 2003 rund 400 Tonnen Munition - größtenteils für Kalaschnikow-Sturmgewehre - nach Ruanda verschifft worden. An dem Handel waren Firmen aus Israel, Ruanda, Südafrika und Großbritannien beteiligt. Weitere Munitionslieferungen erreichten Ruanda Mitte 2004 per Flugzeug aus Osteuropa.

URLhttp://web.amnesty.org/library/Index/ENGAFR620062005
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