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Plattform Zivile Konfliktbearbeitung
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Plattform

Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung ist das offene Netzwerk in Deutschland zur Förderung der zivilen Konfliktbearbeitung. Es wurde 1998 in Bad Honnef gegründet.

In der Präambel der Plattform-Charta heißt es: "An der Schwelle zum 21. Jahrhundert steht die Welt vor einem unerträglichen Ausmaß an Gewalt, insbesondere bei innerstaatlichen Konflikten. Die Reduzierung und Überwindung dieser Gewalt erfordern vorrangig und zunehmend eine Entfaltung vielfältiger Ansätze ziviler Konfliktbearbeitung. Dazu ist es notwendig, dass sich Nichtregierungsorganisationen vermehrt engagieren und die Fähigkeit in der Gesellschaft zur konstruktiven Konfliktbearbeitung insgesamt gestärkt wird." Die Plattform bietet Einzelnen und Nichtregierungsorganisationen den Raum für solch ein gemeinsames Engagement. Sie ist ihrerseits Teil einer internationalen Gemeinschaft zivilgesellschaftlicher Akteure.

Teilhabende

Heute beteiligen sich an Aufgaben der zivilen Konfliktbearbeitung in der Plattform 130 Einzelpersonen und 53 Organisationen, Einrichtungen und Gruppen aus:

  • Friedensarbeit
  • Konfliktbearbeitung/Mediation
  • Menschenrechtsarbeit
  • humanitärer Hilfe
  • Entwicklungszusammenarbeit
  • Wissenschaft.
Ziele

Die Plattform "zielt darauf ab, die an diesem Netzwerk Beteiligten bei ihrer Gewalt mindernden Arbeit zu unterstützen, miteinander zu verbinden und in ihrer Arbeit vor Ort effektiver zu machen." (Charta)

Die Plattform erfüllt folgende Funktionen:

  • Information
  • Öffentlichkeitsarbeit und Bildung
  • Lobby
  • Beratung, Unterstützung und Professionalisierung
  • internationale Vernetzung.
Aktivitäten

Die Schwerpunkte der Plattform lagen zunächst darauf, den Informationsaustausch zu verbessern, Lobbyarbeit zu betreiben und Foren für Zusammenarbeit mit zu entwickeln. Daraus haben sich inzwischen folgende Serviceangebote, Aktivitäten und Beteiligungen ergeben:

Die Plattform hat ihre Website

www.konfliktbearbeitung.net

zu einem viel besuchten, übersichtlichen und reichhaltigen Informationsmedium zur zivilen Konfliktbearbeitung ausgebaut, das regelmäßig aktualisiert wird.

Zivile Konfliktbearbeitung ist ein umfangreiches Querschnittsthema: Die Plattform bietet eine Bibliografie an, die Aufsätze aus einschlägigen Zeitschriften und Sammelbänden zusammenfasst. Die Diskurse in der zivilen Konfliktbearbeitung werden so schneller zugänglich.

Recherche und Beratung: Die Plattform dient als Clearingstelle für den Austausch von Erfahrungen und Wissen zur zivilen Konfliktbearbeitung. In Zusammenarbeit mit den Plattform-Teilhabenden beantwortet die Koordination Anfragen nach Experten und Expertinnen. Auch Stellenangebote und Suchanfragen gibt die Koordination an das Netzwerk weiter.

Übersichten zur zivilen Konfliktbearbeitung in Deutschland: 1998 entstand die Broschüre "Zivile Konfliktbearbeitung. Ein Wegweiser deutscher NROs und Einrichtungen". Sie wurde 2001 ergänzt durch die Übersicht "Konfliktbearbeitung in Deutschland".

2003 hat die Plattform die Bestandsaufnahme "Frieden braucht Gesellschaft" veröffentlicht, die gesellschaftliche Ansätze in der zivilen Konfliktbearbeitung in Parallele zum Aktionsplan der Bundesregierung "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" darstellt.

Kooperationen

Die Plattform ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Entwicklungspolitische Friedensarbeit (FriEnt), gegründet im Jahre 2001. An der Arbeitsgemeinschaft beteiligen sich sieben Organisationen aus der staatlichen und nicht-staatlichen Entwicklungs- und Friedensarbeit.

Die Plattform ist Mitglied im Board des European Center for Conflict Prevention, Utrecht, das die European Platform for Conflict Prevention and Transformation koordiniert und hat die Mitgliedschaft des European Peacebuilding Liaison Office (EPLO), Brüssel, beantragt.

Des Weiteren ist die Plattform im zivilgesellschaftlichen Beirat für den Aktionsplan der Bundesregierung "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" vertreten.

Finanzierung und Beiträge

Die Plattform finanziert ihren allgemeinen Geschäftshaushalt aus Beiträgen ihrer Teilhabenden und Zuschüssen sowie ihren Haushalt für Projekte aus Drittmitteln. Spenden sind sehr willkommen und steuerabzugsfähig. Im Jahre 2005 beläuft sich der Beitrag für teilhabende Einzelpersonen auf mindestens 40 Euro, ab 2006 auf mindestens 50 Euro pro Jahr. Ausnahmen sind möglich. Organisationen entrichten je nach Größe mindestens zwischen 50 und 100 Euro bzw. mehr als 1.000 Euro.

Mitmachen und Teilhaben!

Wer die Charta unterzeichnet und damit den Zielen der Plattform zustimmt, kann ihr beitreten. Charta und Beitrittsformular sind auf der Website zu finden oder können bei der Koordination angefordert werden.

Teilhabende haben mehrere Möglichkeiten, sich in die Arbeit der Plattform einzubringen: Sie können Studientage anbieten, Arbeitsgruppen und offene Kooperationen bilden oder in bereits bestehenden, wie z. B. einer offenen Kooperation zu Qualifizierungs- und Schulungsfragen, mitwirken. Gemeinsame Vorhaben der Teilhabenden werden auf der Jahrestagung beraten und beschlossen.

Alle zwei Jahre wählt das Plenum der Jahrestagung den Initiativkreis der Plattform, der die Geschäfte der Plattform fährt. Er besteht aus 12 Personen und ist personenidentisch mit dem gemeinnützigen Initiativkreis Plattform Zivile Konfliktbearbeitung e.V.. Er wurde 2003 als Rechtsträger und Durchführungsverein gegrändet. Ein Mitglied des Initiativkreises koordiniert dessen Arbeit.

Sprecherrat
Uwe Trittmann Evangelische Akademie Villigst
Tobias Debiel Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)
Felix Koltermann CAREA e.V.
Ulrich Frey
Wolfgang Heinrich


Engagement für Zivile Konfliktbearbeitung ist nicht kostenlos. Spenden sind jederzeit sehr willkommen unter: Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, Bank für Kirche und Diakonie, KtNr. 1013702019, BLZ 350 601 90.
Ihre Spenden sind steuerlich absetzbar.

 
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